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Ein BL - 227/15 Motor im Eigenbau

Als mir in einem Forum die Mini - Kantana von Braeckman aufgefallen ist,kam mir sofort der "muß ich haben " Gedanke. Aber man muß sich auch Gedanken um die Komponenten im Modell machen. Ein Eigenbaumotor sollte es dann sein.Dieses macht man bestimmt nicht,um kosten zu sparen. Der Motor wird um einiges teurer als ein käufliches Objekt.Aber das Gefühl ,das dieses Modell mit einem selbstgebauten Motor fliegt, ist die Sache wert.
Nach einigen Überlegungen und Telefonaten standen dann die groben Daten fest: Ein BL 227/15 mit o,6 mm Draht gewickelt und im Stern verdrahtet sollte es sein.Bei ca 700g Abfluggewicht reichen 200 W Eingangsleistung aus.Das sind an einem 3 S Lipo satte 20 A. Damit sind die Daten für den Steller auch klar.Auch sollte das Gewicht von ca 70 g deutlich unterschritten werden.

Die Bezeichnung BL 227/15 sagt aus, das der Statordurchmesser 22,7 mm beträgt und die Statorlänge 15 mm. Da unsere Statoren mur etwa 4 mm breit sind,mussten einige zu einem Paket zusammengeklebt werden. Also wurden als erstes Zeichnungen am Rechner erstellt um grobe Fehler zu vermeiden. Als Besonderheit ist das vordere Lager direkt im Stator in einer Alubüchse eingebaut.Hierzu musste das Statorpaket in einer Vorrichtung 3 mm tief auf 9,6 mm Durchmesser ausgedreht werden.

Der Frontdeckel ist aus Aluminium und nimmt die Welle auf und dient als Führung für die Magnete. Dieser wird mit dem Rückschlußring verklebt.
Der Lagerring sitzt vorne im Stator und nimmt das vordere Kugellager der Größe 4X8X3 mm auf. (d,D,b)
Das Lager ist ein Kugellager ,welches man bei cnc-modellsport.de neben den Magneten und dem Wickeldraht kaufen kann.
Die Magnete sind 15x2x5 mm und vom Typ N52
Der Stator ist aus mehreren Paketen aufgebaut.
Der Rückschlußring ist aus Automatenstahl gedreht und hat eine Wandstärke von 0,9 mm
Der Rückdeckel nimmt das 2. Lager auf und dient der Befestigung des Motors am Modell.
So passt alles zusammen.

Und hier kommen die Teile im Original:

Der Frontdeckel nimmt Später die Glocke mit den Magneten auf. Die Verzahnung hilft,die 12 Magnete besser einkleben zu können.
Und so sieht der Frontdeckel von vorne aus.
Das ist der Rückschlussring.Er besteht aus Automatenstahl und hat eine Wandstärke von 0,9 mm. Er sollte stramm auf den Frontdeckel passen.
Hier sieht man,wie die drei Komponenten zusammengeklebt werden.Zum kleben nur hochwertigen Kleber verwenden.(Z.B. UHU Plus) Erst die Glocke mit dem Frontdeckel verkleben.Dann in der Glocke den Kleber verteilen und die Magnete in der richtigen Reihenfolge einkleben und feste gegen die Verzahnung drücken.
Und so sieht dann die fertige Glocke aus.Ein absoluter Rundlauf ist bei dieser Glockenlänge sehr wichtig.Beim verkleben schon darauf achten.Außerdem sollte die 4 mm Welle nicht zu locker in der Glocke sitzen.Passung mit einer Handreibahle von beiden Seiten vorsichtig bearbeiten bis die Welle gerade so passt.
Das ist der Stator mit Halter.Ich habe das vordere Lager in einem Aluring im Stator eingesetzt.Das war erforderlich,da die Bohrung mit 8,06 mm zu groß war.Um den Stator auszudrehen muß man eine Vorrichtung basteln,in die man den Stator einspannt.Einen " Topf" in den der Stator stramm reinpasst drehen.Dann einen "Deckel" drehen,mit dem das verklebte Statorpaket zusammengepresst wird. Diesen Deckel schraubt man dann auf den Topf und spannt das ganze in die Drehmaschine.
Der Stator von der anderen Seite.Er ist mit 0,6 mm Draht gewickelt.Es sind 12 Wnd. pro Zahn.Das ganze ist im Stern geschaltet.Die Befestigung des Motors erfolgt mit 3 Schrauben M3 .

Und so sieht der fertige Motor aus:

Hier gibt es die ersten Daten des Motors als PDF File: LAUF2.PDF